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Table of Contents
                            Kurzfassung
Abstract
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1 Einleitung
	1.1 Einführung in die Problematik
	1.2 Inhalt und Aufbau der Arbeit
2 Klimawandel
	2.1 Zum Begriff des Klimawandels
	2.2 Veränderungen des Klimas
		2.2.1 Eingetretene Klimaveränderungen
		2.2.2 Projektion der Klimaveränderungen
		2.2.3 Grenzen der Szenarien
	2.3 Strategien im Umgang mit dem Klimawandel
		2.3.1 Mitigation
		2.3.2 Anpassung
	2.4 Umgang mit Unsicherheiten im Kontext des Klimawandels
	2.5 Resilienzorientierte vs. Prognoseorientierte Betrachtung
	2.6 Klimawandel: Zusammenfassung und Ausblick
3 Infrastrukturen im Kontext der Veränderung
	3.1 Zum Begriff der Infrastruktur
	3.2 Charakteristika und Bedeutung von Infrastruktursystemen
	3.3 Die Entwicklung von Infrastruktursystemen
		3.3.1 Technologische Innovationsprozesse
		3.3.2 Der Entwicklungsablauf nach Hughes
		3.3.3 Die Mehrebenen Perspektive
	3.4 Exogener Einfluss des Klimawandels auf Infrastruktursysteme
	3.5 Stabilisierende und systemerhaltende Tendenzen von Infrastruktursystemen
		3.5.1 Strukturelle Faktoren
		3.5.2 Marktbedingte Faktoren
		3.5.3 Soziale Faktoren
	3.6 Möglichkeiten zur Überwindung der Pfadabhängigkeiten
		3.6.1 Protektive Maßnahmen
		3.6.2 Pflege der Nische
			3.6.2.1 Konvergenz der Erwartungen
			3.6.2.2 Aufbau von Netzwerken
			3.6.2.3 Lernprozesse auf unterschiedlichen Ebenen
		3.6.3 Unterstützung der Technologie beim Gang in die Mitte der Gesellschaft
			3.6.3.1 „Fit and conform“
			3.6.3.2 „Stretch and transform empowerment“
	3.7 Infrastruktursysteme: Zusammenfassung und Ausblick
4 Resilienz als Leitbegriff für die Innovation von Infrastrukturen
	4.1 „Mechanischer“ Resilienzbegriff
	4.2 „Sozio-ökologischer“ Resilienzbegriff
	4.3 Infrastruktur und Klimaresilienz
	4.4 Bewertung von Resilienz vor dem Hintergrund des Klimawandels
	4.5 Resilienz als Leitbegriff: Zusammenfassung und Ausblick
5 Innovation klimaresilienter Infrastrukturen – Ein Zwischenfazit
6 Innovation im Kontext des Living Lab Ansatzes
	6.1 Abgrenzung des Living Lab Ansatzes
	6.2 Definition und Merkmale des Living Lab Ansatzes
	6.3 Forschungs- und Anwendungsbereiche von Living Labs
	6.4 Living Lab Ansätze eine Übersicht
		6.4.1 Living Labs in der Produktinnovation
		6.4.2 Urban Transition Labs
			6.4.2.1 Initialphase: Vorbereitung und Organisation
			6.4.2.2 Problemstrukturierung und Aufstellen einer Vision
			6.4.2.3 Aufstellen möglicher Entwicklungspfade sowie einer Agenda
			6.4.2.4 Experimentieren und Implementieren
			6.4.2.5 Monitoring und Evaluation
		6.4.3 Der Eco-Acupuncture Ansatz
	6.5 Living Labs: Zusammenfassung und Ausblick
7 Diskussion und weiterer Forschungsbedarf
Quellenverzeichnis
Anhang A: Poster: Resilient Infrastructure
Anhang B: Fallstudienbeschreibung
                        
Document Text Contents
Page 1

Fakultät II Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften

Masterstudiengang Sustainability Economics and Management

Wintersemester 2013/2014



MASTERARBEIT

LIVING LABS – Ein Ansatz für die Innovation

klimaresilienter Infrastrukturen?

Analyse des Living Lab Ansatzes auf der Grundlage des

Forschungsstandes zum Klimawandel, Transformation

großtechnischer Systeme und Resilienz



Vorgelegt von:

Ernst Schäfer

(Matr.-Nr.: 1572257)

Ziegelhofstraße 65

26121 Oldenburg

[email protected]




Betreuender Gutachter: apl. Prof. Dr. Ulrich Scheele

Zweiter Gutachter: Dr. Tobias Menz



Oldenburg, den 02.04.2014

Page 2

Kurzfassung/Abstract



I

Kurzfassung

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich im Kontext des Klimawandels der

Ansatz der Reallabore (Living Labs) für die Initiierung struktureller Veränderungen von

Infrastruktursystemen hin zu resilienten Infrastrukturen eignet. Darüber hinaus wird

eine erste Konzeptualisierung und Strukturierung des Ansatzes der Reallabore anhand

ausgewählter internationaler Beispiele vorgenommen. Anhand einer Untersuchung des

gegenwärtigen Forschungsstandes zu den Themenfeldern Klimawandel und

Klimaanpassung, Transformation großtechnischer Systeme sowie zum Thema

Resilienz werden Kriterien abgeleitet, die strukturelle Veränderungen von

Infrastruktursystemen begünstigen bzw. hemmen. Auf der Basis einer ersten

Strukturierung des Reallabor-Ansatzes wird abschließend überprüft, inwiefern

Reallabore dazu geeignet sind, die begünstigenden Faktoren zu unterstützen bzw. die

hemmenden Faktoren zu umgehen oder zu reduzieren.

Abstract

The present study examines to what extent the approach of Living Labs is suitable for

structural changes of infrastructure systems towards climate resilient infrastructures.

Furthermore a first conceptualization and structuring of the Living Labs approach is

conducted using international examples for Living Labs. Based on an examination of

the state of research on the topics climate change and climate adaptation,

transformation of large technical systems and on resilience, criteria are derived which

promote or rather inhibit structural changes of infrastructure systems. After the

examination and a first structuring of the Living Lab approach the author, discusses

how Living Labs are capable of supporting the promoting factors or rather to reduce the

inhibiting factors.

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Innovation im Kontext des Living Lab Ansatzes



80

6 Innovation im Kontext des Living Lab

Ansatzes

6.1 Abgrenzun g des Living Lab Ansatzes

Der Living Lab Ansatz wird der Open Innovation Bewegung zugeordnet, welche einen

Paradigmenwechsel weg von der klassischen, geschlossenen Innovation, die

überwiegend innerhalb der Organisationsgrenzen stattfindet, darstellt. Bei der offenen

Innovation hingegen, wird der Innovationsprozess für die Außenwelt zugänglich

gemacht, sodass ein Austausch mit der Umgebung stattfinden kann und somit

zusätzliche bzw. größere Innovationspotenziale genutzt werden können

(vgl. Chesbrough 2006: 1ff.). Dennoch weisen Living Labs Unterschiede zum

klassischen Open-Innovation Ansatz auf. Bergvall-Kåreborn (2009: 2) stellen fest, dass

bei Living Labs die Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden im Mittelpunkt

stehen und der Fokus auf der Einbindung des Kunden in den Innovationsprozess liegt.

Dabei wird das Produkt bzw. die Dienstleistung an sich betrachtet und der externe

Beitrag sich über den gesamten Innovationsprozess erstreckt. Bei klassischer

Open-Innovation dagegen stehen die Beziehungen zwischen Organisationen im

Mittelpunkt, im Zentrum der Innovation stehen Geschäftsmodelle und der externe

Beitrag beschränkt sich auf die Abschöpfung bzw. den Austausch von Ideen und

Technologien. Auch Almirall (2008: 24ff.) sieht einen wesentlichen Unterschied zu

Open-Innovation Ansätzen, die sich seiner Meinung nach im wesentlichen auf relativ

frühe Phasen der Innovation beziehen und daher in erster Linie auf Ideenaustausch

ausgelegt sind, während Living Labs einen ganzheitlichen Ansatz darstellen; ein

Konglomerat an wertsteigernden Maßnahmen entlang des gesamten

Innovationsprozesses, weshalb Living Labs eine Art Innovationsplattformen darstellen.

Einer der bisher wenigen Versuche Living Labs von anderen Innovationsplattformen

abzugrenzen geht auf Ballon et al. (2007) zurück. Ballon et al. (2007: 141f.) betrachtet

Living Labs als spezielle Form von Test- und Experimentplattformen (TEPs); sie

differenzieren zwischen sechs Typen von TEPs, die sie anhand der technologischen

Reife (niedrig bis hoch), dem Fokus der Plattform (Testen der Innovation oder des

Innovationsdesign) sowie der Offenheit des Innovationsprozesses (interne Forschung

und Entwicklung, Open-Innovation Plattformen oder Pilotprojekte) unterscheiden.

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Innovation im Kontext des Living Lab Ansatzes



81



Abbildung 12: Konzeptioneller Rahmen von Test- und Experimentierplattformen (TEP)
(Quelle: Ballon et al. 2007: 142)

Wie in Abbildung 12 dargestellt, verkörpern Living Labs dabei ein Bindeglied zwischen

anfänglicher hausinternen Forschung und Entwicklung sowie der ersten

Markteinführung von Pilotprojekten. Darüber hinaus grenzen sich Living Labs durch

den Reifegrad der Technologie, den Innovationsfokus und den Grad der Offenheit von

den anderen Plattformen ab (vgl. Ballon et al. 2007: 142).

Eine weitere Abgrenzung des Living Lab-Ansatzes stammt von Almirall et al.

(2012: 16f.). Sie vergleichen Living Labs mit anderen nutzer-orientierten Methoden und

positionieren Living Labs innerhalb dieser Landschaft. Dabei orientieren sie sich an

den beiden wesentlichen Merkmalen von Living Labs – Grad der Nutzereinbindung und

Grad der Einbettung des Innovationsvorgangs in den realen Kontext – und gruppieren

diese in vier verschiedene Kategorien, wie in Abbildung 14 dargestellt.

In-house R&D Open Innovation Plattforms

d
e

s
ig

n


te
s
tin

g


F
o

c
u

s


low high M a t u r I t y

Pilots

Testbeds

Living Labs

Prototyping

Field
Trials

Market
Pilots

Societal Pilots

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Anhang B: Fallstudienbeschreibung



166

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013m): Design Workshops –

Broadmeadows 2032: Design Event. URL:

http://www.ecoinnovationlab.com/design-workshops/303-broadmeadows-

design-event [01.10.2013].

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013n): Project Introduction –

Broadmeadwos in 2010. URL: http://www.ecoinnovationlab.com/revisioning-

broadmeadows/103-broadmeadows-intro/346-images-of-broadmeadows

[01.10.2013].

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013o): Exhibitions –

Broadmeadows Exhibition: March 2010. URL:

http://www.ecoinnovationlab.com/exhibitions/350-exhibition-march-2010

[03.10.2013].

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013p): Exhibitions – Vision

Broadmeadow 2032: Exhibition. URL:

http://www.ecoinnovationlab.com/exhibitions/354-exhibition-vision-

broadmeadows-2032 [03.10.2013].

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013q): Exhibitions – Eco-

Acupuncture 2010 at Sustainability Victoria. URL:

http://www.ecoinnovationlab.com/exhibitions/366-eco-acupuncture-2010-

sustainability-victoria URL [03.10.2013].

VEIL – Victorian Eco-Innovation Lab (2013r): Broadmeadows 2032. URL:

http://www.ecoinnovationlab.com/revisioning-broadmeadows [03.10.2013].

INTERREG-OKS (2013). Project List Öresund – Urban Transition Øresund.

URL: http://www.interreg-

oks.eu/en/Menu/Projects/Project+List+Öresund/Urban+Transition+Øresund

[20.08.2013].

INTERREG.de (2013). INTERREGProgramm. URL:

http://www.interreg.de/cln_032/nn_458084/INTERREG/DE/Programm/program

m__node.html?__nnn=true [20.08.2013].

VINNOVA (2013): VINNOVA – Sweden´s Innovation Agency. URL:

http://www.vinnova.se/en/ [30.09.2013].

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