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TitleDas Schicksal in Person
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                            Miss Marple
Das Schicksal in Person
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Agatha Christie

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könnten Sie beraten."
"Ach, ich möchte es gar nicht anlegen."
"Aber sicher wäre es ..."
"In meinem Alter hat Sparen keinen Sinn", erklärte Miss Marple. "Der Zweck

des Geldes ist doch wohl - und sicher hat Mr. Rafiel es auch
so gemeint -, daß ich mir ein paar Dinge leiste, mir ein paar Wünsche erfülle,

die ich mir früher nicht hätte erfüllen können."
"Ja, ich verstehe", sagte Mr. Broadribb. "Dann sollen wir die Summe also auf

Ihr Bankkonto überweisen?"
"Ja, bitte. Middleton's Bank, 132 High Street, St. Mary Mead", sagte Miss

Marple.
"Sicher haben Sie ein Sparkonto. Wir werden es dorthin überweisen."
"Nein, bitte nicht", forderte Miss Marple. "Überweisen Sie es auf mein

Girokonto."
"Sie meinen nicht -"
"Ich meine", erklärte Miss Marple, "daß ich es auf meinem Girokonto haben

möchte."
Sie stand auf und verabschiedete sich.
"Sie könnten Ihre Bank um Rat fragen, Miss Marple. Man weiß ja nie -

manchmal braucht man doch noch etwas für einen trüben Tag."
"Alles, was ich für einen trüben Tag brauche, ist mein Regenschirm", sagte

Miss Marple.
Noch einmal schüttelte sie den beiden Herren die Hand.
"Ich danke Ihnen sehr, Mr. Broadribb. Und Ihnen auch, Mr. Schuster."
"Sie wollen das Geld wirklich auf Ihrem Girokonto haben?"
"Ja", sagte Miss Marple. "Ich werde es ausgeben. Ich werde mich damit

amüsieren."
Sie lachte. Mr. Schuster, der mehr Phantasie besaß als Mr. Broadribb, mußte

plötzlich an ein junges und sehr hübsches Mädchen denken, wie es auf einem
ländlichen Gartenfest den Vikar begrüßte. Es war eine Erinnerung aus seiner
eigenen Jugendzeit. Miss Marple hatte ihn tatsächlich an dieses junge, fröhliche
Mädchen erinnert, das sich amüsieren wollte.
"Mr. Rafiel hätte gewollt, daß ich mich amüsiere", erklärte sie Dann ging sie

hinaus.
"Nemesis", sagte Mr. Broadribb. "So hat der alte Rafiel sie genannt. Nemesis!

Alles andere, nur nicht das."
Mr. Schuster schüttelte den Kopf. "Wahrscheinlich auch einer von Mr. Rafiels

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