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                            Single Malt Whisky ist erfolgreich!
Billig oder Preiswert?
Wo fängt guter Whisky an?
Wie viel Whisky ist zuviel?
Harte Zeiten für Whisky-Genießer
Die Geschichte des Whiskys
Whisky in 0,7 und 1,0 Liter Flaschen
Das Whisky-Tasting
Warum schmeckt Malt Whisky so unterschiedlich?
Die ‚Besten‘ Malt Whiskys Schottlands
Kennen Sie amerikanischen Whiskey?
Die Macht des Markts
Die ‚Beste‘ Single Malt Whisky Brennerei
Die Verpackung von Whisky-Flaschen
Wie die Hersteller Preise machen
Whisky pur oder mit Eis?
Der Alkoholgehalt von Whisky
Wie alt wird Whisky?
Whisky und Wasser
Welches Glas zu welchem Whisky?
Die Whisky Szene in Deutschland
Whisky Groß oder Klein?
Gute Whiskys braucht das Land
Die Brennereien an der Südküste Islays
Port Ellen - Rarität unter den Malt Whiskys?
Sind unbekannte Malt Whiskys immer gut?
Der Herzstück der Malt Whisky Herstellung
Vorsicht bei Whisky Investments
Whisky-Exoten
Gibt es Kunden-Clubs nur mit Vorteilen?
                        
Document Text Contents
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Das elektronische
Whisky-Buch Version 3

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Originalausgabe

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Im vorletzten Abschnitt
haben wir uns mit der Frage
beschäftigt, was Whisky ist.
Es ging um die Definition von
Whisky im Allgemeinen und
um die Definition von schotti-
schem Single Malt Whisky im
Speziellen.

In diesem Abschnitt wollen
wir uns um die Besonderheiten
bei der Malt Whisky Produkti-
on und um die Namensvergabe
kümmern.

Es ist ein schwieriges Thema,
da hier das Firmenmarketing
und die Produktionsverfahren
aufeinander treffen.

Fangen wir einfach an. Der
Single Malt Whisky Glenlossie
stammt aus der Glenlossie-
Brennerei. Richtig? Ja!

Doch woher stammen die
Single Malts Mannochmore
und Loch Dhu? Ihr Ursprung
liegt nur 100m von den Glen-
lossiebrennblasen entfernt.

Im Brennereikomplex Man-
nochmore-Glenlossie gibt es
zwei Brennhäuser, die abwech-
selnd benutzt werden. Im Win-
ter brennt man im Glenlossie-
Brennhaus und im Sommer in
dem von Mannochmore.

Beide verwendet man nicht
gleichzeitig. Soviel Malt wird
von diesen Brennereien nicht
benötigt.

Anschließend lagert man die
Fässer in den selben Lagerhäu-
sern, um letztendlich die glei-
chen Flaschen mit verschiede-
nen Labeln abzufüllen.

Verwirrt? Es kommt noch
viel dicker! Der Loch Dhu war
ein Experiment innerhalb der
Mannochmore Brennerei. Man
brannte nach einem anderen
Verfahren einen unterschiedlich
schmeckenden Malt.

Der Name Loch Dhu wurde
verwendet, um eine Verwech-
selung mit dem regulären Malt
zu vermeiden. Alle damals be-
füllten Fässer sind mittlerweile
verkauft. Das Experiment ist
beendet.

Es gibt drei große Einflüsse
auf den Geschmack eines Single
Malts. Man kann unterschied-
lich rauchiges Malz einsetzen;
man verwendet unterschiedliche
Brennblasen oder Destilliervor-
schriften und -zeiten und man
kann den Malt Whisky in ver-
schiedenen Fassarten reifen oder
zumindest nachreifen lassen.

Jeder dieser Einflüsse kann so
groß sein, dass man einen an und
für sich bekannten Malt Whisky
nicht wieder erkennen kann.

So selten, wie man vielleicht
meint, sind diese Variationsme-
thoden nicht mehr. Die Reifung
von Malt Whisky aus einer
Brennerei in unterschiedlichen
Fässern hat sich breitflächig
durchgesetzt. So erhält man von
mehr als einem Dutzend Bren-
nereien Single Malt Whiskys,
die in Sherry- und Portweinfäs-
sern nachgereift wurden.

Beispielhaft können die
Brennereien Balvenie und
Glenmorangie genannt werden,
die Malt Whiskys sowohl rein
aus Ex-Bourbon- oder Sherry-

Single Malt ist nicht gleich Single Malt
Wie sich zwei Malts aus der selben Brennerei
unterscheiden können

Brennerei Glenlossie

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fässern abfüllen, sehr wohl aber
auch die Nachreifung in jedem
nur erdenklichen Fass durch-
führen.

Die Fasspalette reicht von
ehemaligen White Rum Fässern
bis hin zu Fässern, in denen zu-
vor rauchiger Islay Malt Whis-
ky reifte.

Die Verwendung von unter-
schiedlichen Brennverfahren ist
noch relativ selten. Das bislang
beste Beispiel ist die Brennerei
Springbank, die drei Brennbla-
sen besitzt. Die Malt Whiskys

Hazelburn, Springbank und
Longrow werden mit zwei oder
drei Bränden auf den selben
Brennblasen hergestellt.

Um spezielle Geschmäcker
zu erzielen, wird sogar zweiein-
halbfach gebrannt. Dazu mischt
man das Resultat aus zweitem
und dritten Brand, um einen
ganz besonderen Geschmack zu
erzielen.

Springbank setzt ebenfalls
unterschiedlich rauchiges Malz
ein. Es reicht von stark rau-
chig für den Longrow bis hin
zu nichtrauchig für den neuen
Hazelburn, den wir erst 2005
in den ersten Flaschen gesehen
haben.

Auch die bislang für ihre
nichtrauchigen Malts bekannte
Brennerei Bruichladdich auf Is-
lay hat angefangen, drei unter-
schiedlich rauchige Malzarten
zu verwenden. Nichtrauchig für
den Bruichladdich, starkrauchig
für den Port Charlotte und mit
80ppm unglaublich rauchig für
den Octomore aus den selben
Brennblasen.

Geht man von jeweils drei
Variationen innerhalb der drei
Einflussgrößen (Rauchigkeit,
Brennverfahren, Fasswahl)
aus, so ergeben sich 3*3*3=27
deutlich verschiedene Malt
Whiskys aus einer einzigen
Brennerei. Zur Vermarktung
ist die Ausnutzung aller dieser
Möglichkeiten aber bei weitem
zuviel. Das konnte man schon
bei Springbank beobachten.

Für eine Zeit lang konnte
man den Longrow in zwei Va-
riationen, als Ex-Bourbon und
aus dem Sherryfass erwerben.

Heute beschränkt sich
Springbank auf einen einzigen
rauchigen Longrow. Auch beim
Springbank schränkt man sich
ein, indem man den 10-Jährigen
mit wenig Sherryfassanteil ab-
füllt und dagegen den 15-Jähri-
gen mit hohem Sherryfassanteil.
Gleiches macht Bruichladdich
mit seinem gleichnamigen Malt
mit 10 und 15 Jahren.

Nun wird es etwas schwierig.
Natürlich ist es schön, dass die
kleinen, selbständigen Brenne-

reien uns an ihren Experimen-
ten und Möglichkeiten teilha-
ben lassen.

Doch im Fall von Springbank
und Bruichladdich verbleibt ein
kleiner, bitterer Beigeschmack.
Port Charlotte bzw. Loch Indaal
war der Name einer Nachbar-
brennerei von Bruichladdich,
die von 1829 bis 1921 mit drei
Brennblasen Single Malt produ-
zierte. Darf Bruichladdich sich
mit diesen Federn schmücken
und den alten Namen verwen-
den?

Zwei Dinge sprechen da-
für: Zum Ersten lagern sie den
Malt in den noch existierenden
Lagerhäusern der alten Bren-
nerei und zum zweiten ist der
Name nicht mehr geschützt und
den Kunden auch nicht mehr
geläufig. Warum sollte Bruich-
laddich, wo doch die räumliche
Nähe gegeben ist, diesen Na-
men nicht verwenden?

Gleiches gilt für den Longrow
von Springbank. Die Longrow-
Brennerei lag auf der anderen
Straßenseite und produzierte

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Syrah, Highland Park Grenache
Blanc, Macallan Madeira, usw.
Interessant zu werden verspre-
chen Longmorn Tempranillo
und Glenlossie Rioja, die von
Murray McDavid in den kom-
menden Monaten eintreffen
werden.

Auf zwei mittlerweile einge-
troffene, nachgereifte Whiskys
bin ich besonders gespannt.
Die Brennereien Aberlour
und Macallan sind für ihre in
Sherryfässern gereiften Malts

bekannt. Bis auf den unab-
hängigen Abfüller Gordon &
MacPhail hat so gut wie Nie-
mand wirklich Zugriff auf im
Sherryfass gereifte Macallans.
Vor dem Erscheinen der Fine
Oak Serie wurden jedoch von
der Brennerei Macallan noch
Whiskys in Ex-Bourbonfässern
auf dem freien Markt verkauft.
Der unabhängige Abfüller Wil-
son & Morgan, mit sehr guten
Beziehungen nach Sizilien, hat
nun die im Bourbonfass gereif-
ten Macallan und Aberlour in

sizilianischen Marsalafässern
nachgereift. Im Gegensatz zu
den vielen in Barriquefässern
gereiften normalen Weinen,
handelt es sich beim Marsala
- ähnlich zum Sherry, Port-
wein und Madeira - um einen
aufgespriteten Starkwein, der
besonders intensive Aromen für
den nachreifenden Malt Whisky
bereit hält.

Die Nachreifung in diesen
vielen, verschiedenen Weinfäs-
sern hat die Single Malt Whis-
kyszene stark bereichert. Doch
es gibt kein Licht ohne Schatten.
So geben Kritiker zu bedenken,
dass zu kräftige Nachreifungen
oftmals den Brennereicharakter
eines Whiskys bis zur Unkennt-
lichkeit überdecken. Gleichzei-
tig verändert sich die Philoso-
phie der Single Malt Whisky
Herstellung. Wurden früher nur
die besten Fässer zur Abfüllung
ausgewählt, so bekommt heute
jedes unbedeutende Fass noch
eine zweite Chance durch eine
Nachreifung. Aus anfänglicher
Selektion der natürlichen Ent-

wicklung während der Reifung
wird langsam mit steigendem
Wissensstand um die besonde-
ren Fässer ein kreativer Prozess
der Aromenkomposition. Für
die Puristen unter den Single
Malt Genießern ist dies sicher-
lich ein Affront. Für alle An-
deren ist es eine willkommene
Bereicherung.

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Edradour verkauft
Am 22. Juli erwarb die Signatory

Vintage Scotch Whisky Co. Ltd.
für £5,3m (€8,3m). Schottlands
kleinste Single Malt Whisky
Brennerei. Edradour wurde 1825
als Farm-Kooperative gegründet
und wechselte vor 20 Jahren zu
der französischen Pernod Ricard
Group. Edradour stellt nur 8 Fässer
mit 2.000 Litern Roh-Whisky pro
Woche her. Dies entspricht einer
Menge von 240.000 Flaschen pro
Jahr. Viele große Brennereien
produzieren diese Menge in jeder
Woche.

19 Personen beschäftigt Edradour
in den touristischen Spitzenzeiten.
Bis zu 100.000 Besucher finden
jährlich den schmalen Weg
hinauf zur Brennerei. Für Andrew
Symington (*1963), Besitzer und
Geschäftsführer von Singnatory,
geht damit ein Traum in Erfüllung.

Er sagt: „Über die Jahre
wechselten viele Malt Whisky
Brennereien den Besitzer. Edradour
ist die perfekte Ergänzung zum
Signatory Geschäft. Die kleine
und malerische Brennerei hat ein
hervorragendes Potenzial und die
große Anzahl an Besuchern ist eine
erstklassige Gelegenheit mit Kunden
direkt ins Gespräch zu kommen.
Es ist mir eine große Freude, die
Brennerei wieder in schottischen
Besitz zu bringen.“

Kurz nach der Übernahme
erfolgte ein großer Schock. Ein
Unwetter zog über Pitlochry
hinweg. Ein Sturzbach bahnte sich
seinen Weg durch die Brennerei
und lagerte seine Geröllfracht auf
dem Parkplatz ab. Gott sei Dank
konnte der Schaden schnell behoben
werden.

DAS WHISKY-JOURNAL

September 2002www.TheWhiskyStore.de 1,00 €

Die unabhängigen
Abfüller

Seite 2

Club-Ecke
und Neuigkeiten

Seite 3

Geschmacks-
Notizen

Seite 4

Die ersten 100 Tage
Am 23. Mai um 16:00 Uhr war es

soweit. Der erste LKW, beladen mit
16 teuren Whisky-Paletten, verließ
das alte Lager. Wer die bisherigen
Räume kannte fragt sich, wo denn
soviel Whisky lagern konnte?
Insgesamt wurden es 6 LKW-
Ladungen mit über 80 Paletten.
Doch nicht nur Whisky wurde
umgezogen. Zahlreiche Computer,
Akten und Möbel mussten mit.

Das neue Gebäude entstand maß-
geschneidert im Gewerbegebiet von
Seeshaupt hinter dem Bahnhof.
Die gesamte Infrastruktur wurde
neu errichtet. Computerprogramme
machten es möglich, dass jede
Flasche sofort ihren Platz fand.

Nach einem langen Wochenende
war alles an seinem Platz und
funktionierte. Naja - nicht ganz.
24 Flaschen Bowmore 30J fanden
sich erst später unter Verpackungs-
material und zwei Jim Beam Yellow
Label stürzten ab. So hatte sich die
neue Halle selbst eingeweiht und
jeder konnte es weithin riechen.

Alles ist im neuen Gebäude auf
die rasche Auftrags-Abwicklung
von der Katalog-Erstellung über
die Auftrags-Annahme bis hin zum
Versand ausgerichtet.

Über eine 2.3 Mbit/s Internet-
Anbindung und 6 Telefonleitungen
erreichen Sie unser Büro mit 200m2.
Hier stehen 3 Server und 9 PCs mit

1 TB (1.000 GB) Speicherkapazität
bereit. Sie dienen der Auftrags-
Bearbeitung, dem Einkauf und
der Finanzbuchhaltung sowie der
Katalog- und Internet-Entwicklung.

Auch das Flaschen-Lager hat
sich vergrößert. In 320 Meter
Regallänge (auf 6 Ebenen) warten
mehr als 1.000 Whiskys auf Ihren
Auftrag. 96% aller Produkte waren
bereits vorher stets verfügbar. Im
neuen Lager sollen es noch mehr
werden. Unser zusätzliches und
7m hohes Palettenlager nimmt 100
Euro-Paletten auf. Platz genug, um
auch in Zeiten hohen Ansturms
ausreichend Whiskys vorzuhalten.

Ihre Waren werden auf einer auto-
matisierten Rollenstraße sorgfältig
verpackt. Für Spitzenzeiten vor
Weihnachten stehen 6 Verpackungs-
und 3 Kommissionierplätze bereit.
Mit ihrer Hilfe bringen wir in einer
Schicht bis zu 1.000 Pakete auf den
Weg zu Ihnen.

Berufsgenossenschaft und Ge-
werbeaufsicht haben die Halle
abgenommen und die ersten
100 Tage sind gut gelaufen. Ein
Umherwandern von Kunden
zwischen den Lagerreihen, wie in
den alten Räumen üblich, wurde
uns von den Offiziellen leider nicht
mehr erlaubt.

Stattdessen haben wir einen prall
gefüllten Verkaufsraum eingerichtet,
in dem der interessante Großteil des
Sortiments ausgestellt ist.

Thema
Die schlechte Konjunktur ist in

aller Munde. Eine Hiobsbotschaft
jagt die nächste. Firmen geben auf.
Woran es liegt? Ist es Terror oder
das Verhalten großer Konzerne?

Einen Missetäter kann Niemand
für den Niedergang ganzer
Branchen verantwortlich machen.
Es ist so, als ob ein zunächst heftig
schäumender Gärbottich zu Ende
gegärt hat und jetzt der Schaum
zusammen fällt. Nur 10% Alkohol
kann man destillieren. Der Rest ist
Wasser.

Überlebende DOT.COMs suchen
nach dem Boden am neuen Markt;
die Telekom-Industrie fahndet
fieberhaft nach Nutzungen für die
neuen Netze; Automobilfirmen
suchen ihr Glück im Ausland und
die Spirituosenindustrie wird sich
auf den Rückgang ihrer Blend-
Verkaufszahlen einstellen müssen.

Doch greift man etwas tiefer in
den Bottich, kann man den Boden
bereits fassen. Diageo, der größte
Spirituosen-Produzent der Welt, hat
beschlossen, mit dem Verkaufserlös
von Burger King seine Aktien
vom Markt zurück zu kaufen. Eine
Schuldentilgung ist bereits nicht
mehr nötig.

Die Zahlen der unabhängigen
Whisky Abfüller zeigen nach oben.
Die großen Hersteller verkaufen keine
Fässer mehr, um dieses Geschäft
selbst zu machen. Firmen, die die
Bedürfnisse ihrer Kunden kennen,
leiden auch heute keine Not. Nur
golden schimmernde Seifenblasen
lassen sich nicht mehr verkaufen.

Das hochwertige Whisky Segment
hat nicht gelitten. Auch dieses Jahr
wuchsen einzelne Marken um
30%. Der Kunde ist nach wie vor
bereit, die alten Tugenden wie
Ehrlichkeit, Fleiß und Pünktlichkeit
mit Treue zu honorieren. Lassen
Sie uns Werbebotschaften kritisch
hinterfragen. Der Markt macht
keine Fehler, er bestraft sie.

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