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TitleBlut und Lymphe: Erster Teil Blut
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Page 1

HANDBUCH
DER NORMALEN UND

PATHOLOGISCHEN
PHYSIOLOGIE

MIT BERUCKSICHTIGUNG DER
EXPERIMENTELLEN PHARMAKOLOGIE

HERAUSGEGEBENVON

A. BETHE . G. v. BERGMANN
FRANKFURT A. M. BERLIN

G. EMBDEN . A. ELLINGERt
FRANKFURT A. M.

SECHSTER BAND / ERSTE HALFTE

BLUT UND LYMPHE
ERSTER TElL

(e/I. 1. a-e. BLUT)

BERLIN
VERLAG VON JULIUS SPRINGER

1928

Page 2

BLUT UND LYMPHE
ERSTER TElL

BLUT

BEARBEITET VON

E. ADLER . A. ALDER . G. BARKAN· R. BRINKMAN
K. BDRKER . H. FISCHER . A. FONIO . R. HOBER
G. LILJESTRAND . W. LIPSCHITZ· E. MEYER t
L. MICHAELIS· P. MORAWITZ . S. M. NEUSCHLOSZ

MIT 74 ABBILDUNGEN

BERLIN
VERLAG VON JULIUS SPRINGER

1928

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Historische Zusammenstellung der wichtigsten Gerinnungstheorien. 329

Zustand zu bringen. Seine Ablehnung der Fibrinreversibilitat glaubte er durch
seine sehr eingehenden Untersuchungen stiitzen zu konnen. BARKAN bezweifelt,
daB die von HEKMA "Fibrinalkalihydrosol" genannten Losungen mit echten
Fibrinogenlosungen auf eine Stufe zu stellen sind. Einzelheiten miissen im
Original nachgelesen werden.

BARKAN! und GASPAR bestatigen durch weitere Untersuchungen die Ab-
lehnung der HEKMASchen Reversibilitat des Fibrins. Sie heben ganz besonders
hervor, daB die Alkalifibrinlosungen sich in sehr wesentlichen Punkten von
fibrinogenhaltigen Losungen unterscheiden und daB das morphologische und
farberische Verhalten der vermeintlichen Fibringerinnsel nicht zum Beweis fiir
die Identitat mit echtem Fibrin herangezogen werden konnen.

HERZFELD und KLINGER 2 stellten eine neue Gerinnungstheorie auf. Sie
gehen von der Anffassung ans, daB die EiweiBkorper Gemische von kolloidalem
EiweiB und Abbauprodukten desselben sind. Die Abbauprodukte halten diese
EiweiBprodukte in Losung. Entfernt man die ersteren, dann fallen die EiweiB-
korper aus, sie sind nicht mehr wasserloslich. Ahnlich verhalt sich das Fibrinogen:
Es ist ein Fibrin, welches durch seine Abbauprodukte in Losung gehalten wird.
Werden diese zur Losung notwendigen Abbauprodukte entfernt, dann fallt
das Fibrin aus. Diese Abbauprodukte wirken als NaOI-Salzverbindungen lOsend,
werden sie in OaOI-Verbindungen umgewandelt, dann wird die lOsende Wirkung
aufgehoben, und die Gerinnung setzt ein. AIle Substanzen, 'welche demnach
dem Fibrinogen seine zur Losung notwendigen NaOI-Salzabbauprodukte ent-
ziehen resp. in OaOl2-Verbindungen umwandeln, losen die Gerinnung aus. Zu
diesen Substanzen rechnen die Autoren das Thrombin, welches unter der Ein-
wirkung von Oytozymen, Zellabkommlingen, die etwa der Thrombokinase
MORAWITZ' entsprechen, aus Abbauprodukten von BluteiweiBkorpern entsteht,
die auf hydrolytischem Wege sich abscheiden, eine starke Affinitat zu Kalk-
salzen besitzen und als Polypeptide aufzufassen sind. Das Thrombin wird durch
Adsorption an das Fibrinogen gebunden, wodurchdie NaOI-Verbindungen der
Abbauprodukte abfallen: das Fibrin fallt aus. Das Fibrin ist somit als eine
Kalkverbindung dieser Polypeptide aufzufassen.

Nach diesen Autoren wiirde der Gerinnungsvorgang etwa nach folgender
Formel vor sich gehen:

I. BluteiweiBkorper - Hydrolyse
Polypeptide - CaCl2 - Cytozym Polypeptide CaCl2 (Thrombin)

II. Fibrin-NaCl Salzabbauprodukte - Polypeptide CaCl2
(F~"brinogen gelOst) ( Thrombin)

= Fibrinogen - Thrombin - CaClg Salzabbauprodukte
Fibrin (ungelost)

STUBER, FUNK und SAN03 verwerfen auch die Fermenttheorie und teilen
die Ansicht HEKMAS von der chemischen Gleichheit der kolloidchemischen Ver-
schiedenheit des Fibrins und Fibrinogens, welche den Ubergang des Fibrinogens
in das Fibrin auf bekannte Gesetze der physikalischen Ohemie zuriickfiihrt.
Die Verfasser konnten zeigen, daB, wenn man Thrombin und Fibrinogen derart
voneinander trennt, daB ersteres in einer semipermeablen Membran eingeschlossen
in die Fibrinogenlosung eintaucht, die letztere trotzdem zur Gerinnung gebracht

1 BARKAN u. GASPAR: Biochem. Zeitschr. Bd. 739, H.4-6, S. 291. 1923.
2 HERZFELD u. KLINGER: Biochem. Zeitschr. Bd. 71, S. 195, 391; Bd. 75, S. 145.1916;

Bd.82, S.289. 1917.
3 STUBER, FUNK u. SANO: Klin. Wochenschr. 1923, Nr.49 (Lit.). - STUBER: Ebenda

1922, Nr. 49, 50, 51. 1922.

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330 A. FONIO: Die Gerinnung des Blutes.

wird. Unter diesen Umstanden konne von einer Fermentwirkung nicht die
Rede sein. A.hnlich verhielten sich auch Gelatine und Starke. Sie zeigten, daB,
je rascher die in der semipermeablen Membran eingeschlossene Substanz quillt,
desto rascher auch die Gerinnung. Wenn man nun bedenkt, daB das Thrombin
auf Grund seiner Darstellung durch Alkoholfallung aus dem Serum ein dehydra-
tiserter EiweiBkorper ist, so diirfte nach STUBER die Vorstellung, daB das Throm-
bin durch Quellung dem Fibrinogen sein Losungsmittel entzieht, verstandlich
sein in Anlehnung an die HEKMAschen Darstellungen der Uberfiihrung des Sol-
in den Gelzustand.

STUBER und SANO erklaren die gerinnungsbeschleunigende Wirkung der
Thrombokinase durch ihren Gehalt an Stoffen, die sich daraus durch Alkoholather
extrahieren lassen und die eine ausgesprochene Oberflachenaktivitat besitzen.
Da nun solche oberflachenaktive Stoffe die Ausflockung kolloidaler, labiler
Systeme begiinstigen, so sei deren gerinnungsbeschleunigende Wirkung erklar-
lich. Ferner sei in zweiter Linie die optimale Reaktion der Thrombokinase-
losung bei der Ausflockung des Fibrinogens maBgebend, die bei neutraler bis
schwachsaurer Reaktion liegt.

STUBER und SANO bestreiten ferner die Rolle, die dem Kalk bei der Gerin-
nung zugeschrieben wird. Sie stellen sich die gerinnungshemmende Wirkung
des Oxalat- oder Citratzusatzes zu Blut durch die Bildung einer ionisierten
Komplexsalzfibrinogenverbindung vor, die auf Grund ihrer Ionisation nicht mehr
gerinnbar ist. Fiigt man Neutralsalze hinzu, wozu sich ganz besonders die Kalk-
salze eignen, dann wird die Ionisation zuriickgedrangt, und die Gerinnung kann
wieder auftreten. Die Verfasser sehen daher die Ursache der Ungerinnbarkeit
des Oxalatblutes nicht in der Ausfallung des Kalkes, sondern in der Bildung
dieser ionisierten, nicht mehr gerinnbaren, komplexen Oxalsaure-Fibrinogen-
verbindung. Sie leiten ihre Theorie von den Untersuchungen von Woo PAULI ab,
der gezeigt hat, daB die EiweiBkorper mit Sauren und Basen ionisierte Salze
bilden. Diese EiweiB-Saureverbindungen sind im Bereiche der Ionisation weder
durch Hitze noch durch Alkohol koagulierbar. Geeigneter Zusatz von Neutral-
salzen, ganz besonders von Kalksalzen, drangt die Ionisation zuriick, und die
Koagulationsmoglichkeit stellt sich wieder ein.

VINES l stellte 1921 die Behauptung auf Grund sehr eingehender kalk-
analytischer Untersuchungen auf, daB entgegen der bisher geltenden Ansichten
nicht der durch Oxalat, Citrat oder Fluorit fall bare Kalk fUr die Gerinnung
notwendig sei, sondern der dadurch nicht fiillbare, also der organisch gebundene
Kalkanteil. Die gerinnungshemmende Wirkung des Oxalates beruhe entgegen
der bisherigen Annahme darauf, daB es mit diesem organischen, Ca-haltigen
Komplex eine Verbindung eingehe, mit einer Vorstufe des Thrombins, die etwa
denScHMIDTschen zymoplastischen Substanzen oder der MORA WITzschen Thrombo-
kinase entsprechen diirfte. Setzt man ionisierte Kalksalze hinzu, dann solI das
Oxalat aus dieser Bindung verdrangt werden.

WOHLISCH 2 lehnt die STUBERschen Ansichten ab, sowohl in bezug auf die
Quellungstheorie des Thrombins als auch auf die Entbehrlichkeit der Kalksalze
bei der Gerinnung. Er betrachtet die Frage der Fermentnatur des Thrombins
vorlaufig als noch nicht entschieden. WOHLISCH berichtet iiber eine eigene An-
sicht der Thrombinwirkung, wenn auch mit aller Reserve. Er halt es fUr wahr-
scheinlich, daB der Vorgang der Flockung des Fibrinogens durch das Thrombin

1 VINES: Journ. of physiol. Bd.55, S.86. 1921.
2 WOHLISCH: Zeitschr. f. d. ges. expo Med. Nr. 27, S. 6U. 1922; Miinch. med. Wochen-

schr. Nr.8, S.30, 43. 1921; Klin. Wochenschr. Nr.39, S. 1801; Nr. 51, S. 2317. 1923. -
WOHLISCH U. PASCHKIS: Ebenda Nr.42, S. 1930; Nr.51, S.2319. 1923.

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664 R: HOBER: Kataphorese, Ladung und Agglutination der Erythracyten.

auch bei gleichem Anfangspotential wohl verschieden leicht zu entladen sind,
was iibrigens mit der eben genannten verschiedenen Labilitat in Zusammenhang
stehen diirfte. Wir sahen vorher, daB, je instabiler eine Blutkorperchensuspension
ist, urn so kleinere La"'-Konzentrationen zureichen, urn den isoelektrischen
Zustand herzustellen. In vergleichbarer Weise wird z. B. nach OLIVER und
BARNARDl bei gleichem Anfangspotential das kritische Potential von suspen-
diertem denaturiertem Eieralbumin bei m/1096 CuCl2 erreicht, von Cholesterin
bei m/2048 und von Lecithin bei m/512 2.

Betrachten wir zum SchluB noch einmal die Notur der kotophoretisch gemessenen Zell-
potentiale! Nach der gegebenen Darstellung riihren sie erstens von der Adsorption von Ionen
her und zweitens von der Dissoziation der EiweiBk6rper, die die Zelloberflache bilden helfen.
Man k6nnte die Anfiihrung eines dritten Moments vermissen, namlich die der selektiven
Ionenpermeabilitat, wie wir sie bei den roten Blutk6rperchen als Anionenpermeabilitat
kennen; denn sie gibt ja AniaB zum Auftreten eines Donnanpotentials, das einem
thermodynamischen Elektrodenpotential gleichzusetzen ist. Nun machen es aber schon die
Versuche, die hier angefiihrt wurden, d. h. der Nachweis der Bedeutung von Ionenadsorption
und EiweiBdissoziation unwahrscheinlich, daB das Donnanpotential eine namhafte Rolle
bei der Zelladung spielt. Aber auch die Natur der thermodynamischen Potentiale, so wie
man sie gegenwartig auffaBt, spricht dagegen. Denn fiir die I:-Potentiale wird angenommen,
daB die elektrische Doppelschicht, deren eine Seite in der durch Adsorption an der Ober·
flache der suspensen Phase festgelegten Fli.issigkeitshaut gelegen ist, wahrend die andere
in der frei beweglichen Fliissigkeit liegt, eine merkliche raumliche Ausdehnung hat, wahrend
beim thermodynamischen Potential die beiden Lagen der Doppelschicht wahrscheinlich in
molekularem Abstand einander dicht gegeniiberliegen, die eine in der einen, die andere in
der anderen Phase 3.

Die Senkungsreaktion hat bekanntlich von seiten der Klinik sehr groBe
Beachtung gefunden, da sie in pathologischen Fallen stark von der Norm ab-
weichen kann. Aus diesem Grunde seien noch kurz die Technik sowie die normalen
NafJe der Reaktion angefiihrt4. Auf Grund einer groBen Erfahrung und des
Vergleichs verschiedener Verfahren empfiehlt WESTERGREN folgende Technik:
Etwa 1 ccm Blut wird in einer Punktionsspritze mit l/4seines Volumens einer
3,8proz. (isotonischen) Losung von krystallisiertem dreibasischem Natriumcitrat
gemischt; mit der Mischung wird ein Rohrchen von etwa 2,5 mm Durchmesser
bis zur Rohe von 200 mm gefiillt und die in der Saule durch die Blutkorperchen-
senkung oben freiwerdende Plasmaschicht nach 1, 2 und 24 Stunden gemessen.
Normalerweise senken sich dann die Blutkorperchen pro Stunde beim Mann
urn 3 bis 7 mm, bei der Frau urn 7 bis 11 mm, beim Neugeborenen urn 1 bis 2 mm.
Die Senkung ist in der Graviditat fast regelmaBig vom vierten Monat ab ver-
starkt, ferner in Krankheitsfallen bei allen akut entziindlichen Affektionen,
bei der .Bildung maligner Tumoren, bei Frakturen u. a.

3. Kataphorese und Agglutination der Blutkorperchen verschiedener Tiere.
Auf Seite 658 wurden Beobachtungen erwahnt, nach denen die Erythrocyten
vom Pferd leichter durch aktive Ionen (H', La"') isoelektrisch gemacht werden
konnen als die vom Rind. KOZAWA5 hat in dieser Rinsicht eine ganze Anzahl
von Tierarten miteinander verglichen. Er fand bei Untersuchung in isotonischen
Phosphatpuffergemischen, daB die Blutkorperchen vom Kaninchen am leich-
testen, d. h. durch die kleinste R'-Konzentration entladen werden, die Blut-

1 OLIVER u. BARNARD: Americ. journ. of physiol. Bd.73, S.40l. 1925.
2 Siehe hierzu auch NETTER: Zitiert auf S. 656.
3 Siehe FREUNDLICH: Kapillarchemie. 2. Aufl., S. 339ff. 1922. - Auch NETTER: Pfliigers

Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. 208, S. 16. 1925.
4 Siehe hierzu F1HRAEUS: Acta med. scandinav. Bd.55, S. l. 1921. - WESTERGREN:

Ergebn. d. inn. Med. u. Kinderheilk. Bd. 26, S. l. 1924. - WIECHMANN: Klin. Wochenschr.
Jg. 2, S. 60l. 1924.

5 KOZAWA (unter HOBER): Biochem. Zeitschr. Bd. 60, S. 146. 1914. - Siehe ferner
BERNARDI, Arch. di scienze bioI. 8, 1. 1926.

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~.Potential und .Agglutation. 665

korperchen von Rind und Schwein am schwersten. Es ergab sich die Reihen·
folge: Kaninchen > Meerschweinchen > Pferd, Katze, Mensch> Hund > Ziege
> Hammel> Rind, Schwein. Fast die gleiche Reihenfolge fand er bei Suspen.
sion der Blutkorperchen in 0,95% NaCl mit verschieden groBen Zusatzen von
Lanthannitrat. Man kann aber auch noch auf einem ganz anderen Weg zu
ungefahr der gleichen Anordnung der Tierarten nach der Entladbarkeit ihrer
Blutkorperchen gelangen. LANDSTEINER1 maB den isoelektrischen Punkt der
verschiedenen durch Warmehamolyse gewonnenen Blutkorperchenstromata
dadurch, daB er sie in Essigsaure.Acetatpuffer eintrug und ihre Flockbarkeit
feststellte. So fand er, mit den am leichtesten flockbaren angefangen, die Reihen·
folge: Kaninchen > Meerschweinchen > Katze > Pferd > Mensch> Hammel,
Ziege > Rind. Flockung der ZellkoHoide hat nun aber durch Zerstorung der
ZeHstruktur Lyse zur Folge2• Deshalb ist es erkHirlich, daB nach KOZAWA weiter
auch die Saurehamolyse der verschiedenen Blutkorperchen in einer ungefahr
ihrer Umladbarkeit entsprechenden Abstufung eintritt, namlich in der Reihen·
folge: Meerschweinchen > Kaninchen, Katze > Hund, Ziege > Mensch, Rind,
Pferd, Hammel> Schwein. Auf abermals anderem Wege maBen H. STRAUB
und KL. MEIER3 die Blutkorperchenentladung, namlich durch Feststellung der
H'-Konzentration, bei welcher in der Suspension der verschiedenen Blut-
korperchen in NaCl-Losung ein plotzlicher Anstieg des Kohlensaurebindungs-
vermogens zustande kommt, der aus hier nicht naher zu erorternden Grunden
von STRAUB und KL. MEIER als Ausdruck der Entladung der PlasmahautkoHoide
gedeutet wurde. Auch sie fanden ungefahr die gleiche Reihenfolge der Tierarten,
namlich: Meerschweinchen > Pferd, Mensch> Hund, Ziege, Hammel> Schwein
> Kaninchen > Rind; nur die SteHung des Kaninchens ist dabei von der in
den anderen angefUhrten Reihen stark abweichend. AuBerdem verlauft merk-
wurdigerweise die Reihe von STRAUB und MEIER zu den ubrigen invers; denn
der Knick in der Kurve des Kohlensaurebindungsvermogens fUr die Blut·
korperchen yom Meerschweinchen ist bei der hochsten, fUr die Blutkorperchen
yom Rind bei der niedrigsten H"-Konzentration gelegen.

Unter noch anderen Bedingungen sind aber auch vollig abweichende Ab·
stufungen gefunden, so von HmscHFELD 4 auf Grund von Versuchen uber Ag.
glutination und Sedimentierung der verschiedenen Tierblutkorperchen in den
verschiedenen Sera, und von KOSAKA und SEKI5 bei Beobachtungen uber die
Geschwindigkeit des kataphoretischen Transports der in NaCI-Losung suspen·
dierten Blutkorperchen. Die Erscheinungen bedurfen noch genauerer Analyse.

1 LANDSTEINER: Biochem. Zeitschr. Bd. 50, S. 176. 1913.
2 MICHAELIS u. TAKAHAsm: Biochem. Zeitschr.' Bd. 29, S. 439. 1910. - Ferner Ko-

ZAWA: Zitiert auf S.664. - HOBER u. SPAETH: Pfliigers .Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. 159,
S. 433. 1914.

3 STRAUB, H. U. KL. MEIER: Biochem. Zeitschr. Bd. 134, S.606. 1923.
4 HIRSCHFELD: .Arch. f. Hyg. Bd.63, S.237. 1907.
5 KOSAKA u. SEKI: Comm. Okayama Med. Soc. 1921.

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